Ein Sandkorn und unsere Taten

Beach relax Rennesse Holland Strand.jpg, dronepicr,  wikipedia, CC BY 2.0

Zeige ein Sandkorn, das im universum verloren geht

Kein Sandkorn geht jemals verloren. Und so weit wir schauen können, gelten im Universum die gleichen Gesetze. Seit 13,8 Milliarden Jahren. Im ganzen, gigantisch großen Raum. So groß, dass es darin eine Sonne für jede und jeden von uns gibt. Und noch viel mehr Sonnen gibt es. So viele, dass es für jeden von uns Menschen eine ganze Galaxis gibt. Und mehr noch.

 

Die Ausmaße des Universums sind benennbar, aber nicht erfassbar. So wenig, wie wir auch nur eine einzige Zelle unseres Körpers geistig erfassen können. Ein großer Wille steht hinter dem So-Sein des Universums. Wie können wir uns diesen Willen vorstellen? Mit wissenschaftlichen Instrumenten und logischem Denken können wir dazu nichts sagen.

 

Wenn aber kein einziges Sandkorn verloren geht, wie könnte dann eine menschliche Tat verloren gehen? Weil wir uns das nicht vorstellen können? Das besagt nichts. So weit wir es wissen, wird Materie und alles andere immer wieder gewandelt und existiert weiter.  Der Weg eines Gegenstandes bestimmt, wie dieser nach Jahrtausenden aussieht. So wie wir durch unsere Taten bestimmen, wer WIR sind, mit allen Taten zusammen, wer wir geworden sind.

 

Das ist unser Gericht: unsere Taten. Das Ende unseres Lebens - wir können nun nichts mehr ändern. Wir begegnen allen Menschen wieder - aber jetzt wissen alle voneinander, was sie getan haben. Was auch immer wir je versteckten - es ist nun alles "öffentlich". Und wir sind, was wir aus uns gemacht haben, als wir lebendig waren. 

 

Auch wenn derzeit niemand daran zu denken scheint: diesem letzten Schritt kommt niemand aus.